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Pressemitteilung zum KiTAKOLLAPS-Aktionstag

KiTa vor dem Kollaps:
Aktionstag am 15. Mai

An vielen Orten Brandenburgs steht das Kita-System vor dem Kollaps. Es fehlen Kitaplätze, Fachkräfte und klare gesetzliche Regelungen zu Finanzierung und Qualität. Um auf die prekäre Lage aufmerksam zu machen, rufen Eltern, Träger und Fachkräfte am 15. Mai 2023 zur Teilnahme am KiTAKOLLAPS-Aktionstag auf.

Mit vielfältigen Aktionen beteiligen sich Kitas und Horte aus ganz Brandenburg – passend zum Tag der Kindertagesbetreuung – am KiTAKOLLAPS-Aktionstag. Den Ideen sind dabei kaum Grenzen gesetzt – von gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen des Kita-Alltags, z.B. das Gestalten von Plakaten und Bannern, über Demonstrationen oder Stern-Spaziergänge, ggf. verbunden mit eingekürzten Öffnungszeiten, bis zu an diesem Tag bewusst geschlossenen Einrichtungen ist vieles möglich.

Initiiert und koordiniert wird der Aktionstag von Eltern, Pädagoginnen und Träger-Vertreterinnen aus dem ganzen Land. In der überregionalen Vernetzungsgruppe sind Vertreter*innen von Kreiskitaelternbeiräten, u.a. aus Cottbus, Potsdam und Spree-Neiße, sowie von Trägern und Verbänden, u.a. der AWO Bezirksverband Potsdam, Der Paritätische Landesverband, die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und die Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH, aktiv.

KONTAKT

HINTERGRUND

Seit Jahren setzen sich Pädagog*innen, Eltern und Träger-Vertreter*innen für echte Verbesserungen im Kita-System ein. Die Herausforderungen sind groß: Vom in die Jahre gekommenen Kita-Gesetz über schlechte Bedarfsplanung, fehlende Kita-Plätze und marode Infrastruktur bis hin zur unattraktiven Ausbildung und dem aktuell überall thematisierten Fachkräftemangel – das System steht vor dem Kollaps.

Und das hat fatale Auswirkungen: Immer häufiger müssen Einrichtungen ihre Öffnungszeiten reduzieren oder tageweise schließen – Eltern werden gebeten, ihre Kinder bereits mittags abzuholen oder gleich zu Hause zu betreuuen. Das wiederum setzt Familien beruflich, aber auch emotional, unter immensen Druck.

Gleichzeitig sorgt es dafür, dass die Fachkräfte, die ihren Job mit viel Engagement ausüben, immer mehr ausbrennen oder sogar kündigen und die KiTa verlassen. Wenn eine Fachkraft im Kindergarten teilweise 20 Kinder oder mehr betreut, hat das mit dem eigentlichen Anspruch an frühkindliche Bildung nichts mehr zu tun – Kitas und Hort werden so oft nur noch zur „Aufbewahrung“.

Mit dem KiTAKOLLAPS-Aktionstag möchten die Initiator*innen ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergehen darf. Gemeinsam setzen sie sich ein für höhere Bildungs-und Betreuungsqualität für die Kinder, bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte, mehr Kitaplätze und eine bedarfsgerechte Planung, eine bessere Personalausstattung und ein neues Kitagesetz mit eindeutigen Vorgaben u.a. für Finanzierung, Qualitätsstandards und eine sich am Bedarf der Kinder orientierende Personalbemessung.

Es ist dringend an der Zeit, die politischen Prioritäten zugunsten der Kinder, Familien und der gesamten Gesellschaft zu ändern. Den vielen Lippenbekenntnissen zur Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die Chancengleichheit und den Bildungserfolg aller Kinder müssen endlich Taten folgen.

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